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Die Forchheimer Gallier*innen Liste

„Wir schreiben das Jahr 2020. Ganz Bayern ist schwarz-orange besetzt (und die Regnitzachse voller roter OBs). Ganz Bayern? Nein. Eine Stadt in Oberfranken ist Grün …“ Unser Asterix-Motto beim Forchheimer Faschingsumzug. Als Miraculina hatte ich mit unserem starken Team viel Spaß: Albert Fießer als Asterix, Marco Neubauer als Obelix und Birgit Fechter als Hinkelstein. Edith Fießer als Gutemine, Melanie Rövekamp und Emmerich Huber als Troubadix-Duo, Steffen Müller-Eichtmayer als gewöhnlicher Gallier, Barbara Kornalik als Verleihnix. Übrigens: In Zivil stehen die alle auf unserer Stadtratsliste. Und, ganz im Ernst: um Zauberkräfte und Hinkelsteinwerfen geht’s da nicht. Aber Power und bezaubernde Ideen für Forchheim hätten wir schon …

 

Annette Prechtel überzeugt beim NN Podium

Video zum Nachschauen

Das erste Aufeinandertreffen unserer OB-Kandidatin mit den zwei Mitbewerbern offenbarte, wie wichtig ihre Kandidatur für die Zukunft der Stadt ist.

 Dr. Uwe Kirschstein bemühte sich in erster Linie darum, die Versäumnisse der Vergangenheit mit den langwierigen Verwaltungsprozessen zu rechtfertigen. Udo Schönfelders Strategie zielte darauf ab, es mit punktuellen Vorschlägen allen recht machen zu wollen. Dabei wurde deutlich, dass diese, von ihm selbst als pragmatisch und realistisch charakterisierte,  Vorgehensweise für die hochkomplexen Herausforderungen der zukünftigen Stadtentwicklung wenig erfolgversprechend ist.

Die beiden Mitbewerber betonten  immer wieder die Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen politischen Ansätzen. Offensichtlich erkennen sowohl die SPD als auch die CSU unterdessen an, dass die jahrelangen Vorschläge und Bemühungen der FGL um eine nachhaltigere Ausrichtung der Stadtpolitik wichtig und  berechtigt waren und nun endlich umgesetzt werden müssen.

Bei der Frage, wie dies zu schaffen sei, wurde der Unterschied zwischen den Vorstellungen unserer Kandidatin und den Mitbewerbern an vielen Stellen deutlich.

Mit einer überaus durchdachten Herangehensweise an die bevorstehenden Herausforderungen versprach Dr. Annette Prechtel im Gegensatz zu Udo Schönfelder nicht das Blaue vom Himmel sondern betonte, dass die Bewältigung der Herkulesaufgabe nur gemeinsam in einem systematisch geleiteten Prozess gelingen kann. Nach der Erarbeitung klarer Konzepte unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger und deren Verabschiedung im Stadtrat müssen diese zügig in einem stetigen Prozess umgesetzt werden. Am Beispiel des Kulturentwicklungsplans zeigte sie auf, dass die Verabschiedung des Konzepts zwar hervorragend gelungen sei, die Umsetzung unter dem amtierenden OB Dr.Uwe Kirschstein aber sehr stockend im Stil einer Stop and Go Politik erfolge und deswegen auch keine Ergebnisse sichtbar seien. Ihre Erwartungen in der Abschlussrunde waren zwar deutlich gedämpfter als die von Uwe Schönfelder, was ihre realistische Sicht der Dinge einmal mehr unterstreicht.

Unser Fazit:

Dr. Annette Prechtel konnte durch ihre klar formulierten Beiträge, die sie in einer äußerst zugewandten Art und Weise vortrug, zeigen, dass  mit ihr ein Politikwechsel in Forchheim möglich wird, der den Namen verdient. Ihre 24-jährige Erfahrung als Stadträtin und das fundierte Verständnis  komplexer Zusammenhänge als Dipl. Geoökologin machen sie zur ersten Wahl bei der Besetzung des Oberbürgermeistersessels.

40 Kandidat*innen für eine ökologisch-soziale Stadt

Mit der klaren Erwartung, deutlich mehr Sitze im Stadtrat zu bekommen, geht die Forchheimer Grüne Liste (FGL) in die Kommunalwahl 2020.  Bei der Nominierungsversammlung für die Stadtratsliste in der Kersbacher Waldgaststätte wählten die Mitglieder wie erwartet Oberbürgermeisterkandidatin Annette Prechtel an die Spitze. Männlicher Spitzenkandidat ist auf Platz 2 der 46-jährige Geograph und Wirtschaftswissenschaftler Steffen Müller-Eichtmayer. Er betonte in seiner Bewerbungsrede die Notwendigkeit einer Verkehrswende und einer ganzheitlichen Stadtplanung in Forchheim.

Die Liste besteht je zur Hälfte aus Frauen und Männern und wird aller Voraussicht nach viele neue Gesichter in den Stadtrat bringen. Denn auf dem aussichtsreichen Platz 3 kandidiert die 39-jährige, Kersbacher Buchhändlerin Sabine Sklenar, auf Platz 6 der Sprecher der Forchheimer Grünen, Emmerich Huber. Der 66-jährige Rechtsanwalt steht für das Thema Energiewende, hat sich aber auch im Kampf gegen Rechtsextremismus und als Initiator des Pulse of Europe einen Namen gemacht. Auf Platz 7 folgt die Gymnasiallehrerin Andrea Hecking, auf 8 der Küchenmeisterter Marco Neubauer, beide erst vor kurzem nach Forchheim zugezogen. Für neue Akzente in der Stadtpolitik könnten auch die Ökotrophologin Ulrike Eichler („Urban Gardening“) auf Platz 9 und der Betriebswirt Tobias Kaufmann (10) sorgen. Kaufmanns dringendstes Anliegen ist dabei, vor Ort mehr für den Klimaschutz zu tun.

Die beiden Stadträt*innen Gerhard Meixner und Edith Fießer dürften für Kontinuität sorgen. Sie treten auf den relativ sicheren Listenplätzen 4 und 5 an. Meixner, der den sozialen Aspekt grüner Kommunalpolitik betonte, hatte erwogen, sich nach Jahrzehnten aus der Stadtratsarbeit zurückzuziehen, ließ sich aber durch die OB-Kandidatur Prechtels zum Weitermachen motivieren.

Annette Prechtel betonte in ihrem Statement, dass sie sich als Oberbürgermeisterin eine starke grüne Fraktion wünscht. „Uns geht es um eine ökologisch-soziale Stadt. Wir wollen und werden noch viel kraftvoller als bisher an einem zukunftsverantwortlichen Forchheim arbeiten.“ Das heiße: „Wir wollen die große Offenheit, die aktuell für die grünen Themen da ist, nutzen und eine sachliche, kompetente und zuversichtliche Wahlkampagne führen.“  Ökologische und soziale Themen bräuchten mehr Gewicht im Stadtrat und mehr Stimmen, die sich konsequent dafür einsetzen. „Konsequent und mit Rückgrat, 6 Jahre lang – und nicht nur, in Wahlkampfzeiten!“, so Prechtel unter Hinweis darauf, „dass andere Parteien derzeit ihr ökologisches Gewissen entdecken“. Sie dankte allen 40 Bewerber*innen für die Bereitschaft, sich in den kommenden Monaten für ein gutes Wahlergebnis einzusetzen.

Mit der gesellschaftlichen Breite der Stadtratsliste könne das gelingen. Auf der Liste finden sich Kandidat*innen aus fast allen Stadtteilen, die in unterschiedlichsten Bereichen verankert sind. Mit dabei sind beispielsweise der Vorsitzende des Bund Naturschutz, Ulrich Buchholz, der Unternehmer und Alpenvereins-Vorstand Michael Haensch , Aktive des Jungen Theaters wie Melanie Rövekamp (Platz 11) und der Musikerinitiative Megafon (Gerhard Weiß), aber auch Aktive traditioneller Vereine wie Albert Fießer (Männerchor Eintracht Reuth) oder Linus Strom (Musikverein Forchheim-Buckenhofen).

Jüngste Kandidat*innen sind der Auszubildende Marco Kahlert (19) und die Medizinstudentin Annika Schnell (20), ältester der Hochschullehrer i.R. Prof. Dr. Ulrich Zenneck (72), der bereits mehrere Jahre für die Grünen im Stadtrat saß.   

Kommunalwahl 2020 - Rahmenfahrplan

Nachdem bereits diverse Spekulationen rund um die Kommunalwahl 2020 im Raum stehen, hat die Forchheimer Grüne Liste (FGL)  ihren Rahmenfahrplan für die Vorbereitung der Kommunalwahl 2020 abgesteckt. Klares Ziel ist dabei, zur gestaltenden Kraft im Stadtrat zu werden.
„Es geht uns darum, Mehrheiten so zu verändern, dass wir Grüne aus Kritik endlich auch kommunalpolitischen Taten folgen lassen können“, erklärt Emmerich Huber, der Sprecher des Grünen-Ortsverbands. Denn die jetzige Zusammensetzung des Stadtrats „gibt nicht mehr wieder, was viele Bürgerinnen und Bürger Forchheims von der Stadtpolitik erwarten“. Eine nachhaltige, ökologische und soziale Stadtentwicklung, kommunaler Klima- und Artenschutz und die Sicherung der Lebensqualität in allen Stadtteilen seien mehr denn je gewünscht, betont auch Annette Prechtel, Vorsitzende der grünen Stadtratsfraktion. „Dies wird es aber nur geben, wenn wir aus der Kommunalwahl mit einem noch stärkeren Ergebnis hervorgehen. Die letzten Landtagswahlen haben gezeigt, dass ein Ergebnis möglich ist, bei dem Grüne nicht mehr nur Opposition sind, sondern die Stadtpolitik endlich mitgestalten können.“

Ihre Stadtratsliste will die FGL im Herbst aufstellen. Bis dahin wollen Huber, Prechtel und ihre MitstreiterInnen viele Gespräche mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern führen: „Wir wollen wissen, wer bereit ist, unsere Vorstellungen von einer ökologisch und sozial verantwortlichen Kommune zu unterstützen“, so Huber. „Dabei sind wir offen für Menschen, die sich bisher durch die Forchheimer Kommunalpolitik nicht repräsentiert gefühlt haben und unsere Werte teilen.“ Parallel sei aber weiterhin die Sacharbeit im Stadtrat wichtig, die nicht durch einen Dauerwahlkampf überlagert werden dürfe. „Deshalb setzen wir auf fundierte, konstruktive Gremienarbeit, wie es sich die meisten Forchheimerinnen und Forchheimer wünschen.“


Dementsprechend treffen die Forchheimer Grünen auch noch keine Aussage zu einer eventuellen OB-Kandidatur. „So eine Kandidatur machen wir sicher nicht aus Jux und Tollerei oder aus taktischen Gründen, um im Wahlkampf besser gehört zu werden“, erklärt Emmerich Huber. Und auch die für eine Kandidatur gehandelte Fraktionsvorsitzende Annette Prechtel macht klar, „dass das nur infrage kommt, wenn wir wirklich eine breite Unterstützung in der Gesellschaft für eine OB-Kandidatur wahrnehmen“.

Bis vor der Sommerpause will die FGL diese Frage klären. Nach den Sommerferien sollen dann die Stadtratsliste in einer Mitgliederversammlung aufgestellt und gegebenenfalls eine Kandidatin oder ein Kandidat für den OB-Posten nominiert werden.