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Überblick

FGL Programm 2020 Seite 5

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NACHHALTIGE WIRTSCHAFTSSTADT FORCHHEIM!

FÜR EINE POLITIK DES QUALITATIVEN WACHSTUMS.

Die Lage Forchheims im hervorragend erschlossenen Regnitztal, mitten in der Metropolregion Nürnberg, führte in den vergangenen Jahren zu einem Ansiedlungsboom.  Mit Siemens Healthineers und vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen gibt es einen gut strukturierten Mix. Die Grenzen des Wachstums in die Fläche sind allerdings längst erreicht. Damit greifen auch die althergebrachten Konzepte der Wirtschaftsförderung nicht mehr. Nun gilt es, eine qualitative Entwicklung anzustreben. Es geht darum, die Entwicklungsmöglichkeiten für kleine und mittelständische Unternehmen und den medizintechnischen Bereich zu sichern und dabei die Balance zwischen der Innenstadt und den Außenbereichen wiederzugewinnen.

Dazu ist es notwendig

 Die Flächen- und Baupolitik zu verändern:

  1. Vorhandene Industriebrachen und schlecht genutzte Flächen müssen so recycelt werden, dass sie für Gewerbeansiedlungen oder Erweiterungen genutzt werden können.
  2. Bebaute Flächen in Gewerbegebieten sollten durch mehrgeschossige Bauweise und ein besseres Parkplatzmanagement intensiver genutzt werden.
  3. Die Erschließung und Beplanung der noch vorhandenen Flächen sollte unter ökologischen Gesichtspunkten geschehen. Dazu gehören bauliche Maßnahmen ebenso wie die Erschließung des Geländes durch den ÖPNV und die Festlegung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.
  4. Innerstädtische Flächen bekommen Vorrang vor dem Außenbereich
  5. Mit der Erschließung der noch freien Flächen geht eine Flächenbevorratungspolitik durch die Stadt einher.
  6. Grundstücke werden nur vergeben, wenn sich der Käufer verpflichtet, strenge ökologische Standards einzuhalten. Dies wird zusammen mit einem Rückkaufsrecht im Kaufvertrag detailliert festgeschrieben und durch ein Öko-Audit überprüft. Außerdem stellt die Zahl der Arbeitsplätze pro Flächeneinheit ein entscheidendes Vergabekriterium dar.
  7. Ferner muss bereits bei der Beplanung darauf geachtet werden, dass sich der Trend, Einkaufszentren im Außenbereich zu errichten, nicht weiter fortsetzt.
  8. Die Kooperation mit den Nachbargemeinden muss dringend intensiviert werden. Das Ziel muss eine Wirtschaftspolitik für die gesamte Region Forchheim sein, in der die gleichen Standards für potentielle Investoren gelten. Schluss mit dem Konkurrenzkampf um ansiedlungswillige Unternehmen. Arbeitsplätze für Forchheimer*innen entstehen so auch im Umland und umgekehrt.
  9. Klare Rahmenbedingungen schaffen die Voraussetzung für transparente und schnelle Genehmigungsverfahren.

Den Handel in der Stadt zu halten: Wachstum ohne Flächenverbrauch!

  • Wir wollen Behörden und Dienstleister sowie die Kreativbranche in der Innenstadt halten bzw. ansiedeln. Das ist zwingend, um Frequenz in die Innenstadt zu bringen.
  • Den Tourismussektor kann Forchheim noch ausbauen. Das gilt insbesondere für den Radtourismus.
  • Ein städtisches Leerstandsmanagement für den Einzelhandel in der Innenstadt (und auch fürs Wohnen) ist notwendig. Dazu braucht es zuätzliches Personal im Citymanagement.
  • Eine starke Innenstadt bündelt zugleich Verkehr, lässt sich gut mit dem Bus bedienen. Weil in ihr alles fußläufig erreichbar ist, vermindert sie gleichzeitig die Notwendigkeit, mit dem Auto zu fahren.

Mehr zur Innenstadt in einem eigenen Programmkapitel.

Standortfaktoren ökologisch und nachhaltig umzugestalten

Ver- und Entsorgung

Versorgung mit regenerativen Energien aus der Region sichert saubere Energie für Unternehmen und Haushalte.

Mehr Kooperation der Stadt mit den ansässigen Unternehmen, ist nötig um in den Bereichen Wasser, Energie, Abfall etc. Maßnahmen zur Einsparung zu finden und umzusetzen.

Regionale Wirtschaftskreisläufe stärken

Auch die Stadt kann vielfältige Beiträge zur Förderung der heimischen Landwirtschaft leisten:

  • bei der Verwertung und Vermarktung regionaler Produkte zur Sicherung der Obstbaumbestände und der kleinräumigen Nutzung und Pflege der Landschaft. Kommunale Obstpressen, Obstlagerstätten, Bauernmärkte und eine Markthalle bringen gesunde, heimische Produkte auf kurzem Weg vom Erzeuger zum Verbraucher.
  • Aktive Unterstützung von Bauernmärkten in der Stadt nur für regionale Produzenten (Priorität der Stände für Bioprodukte, Zusammenarbeit mit der Öko-Modellregion Fränkische Schweiz)
  • Organisation einer Messe „Business to Business“ mit dem Ziel, Firmenaufträge und damit Wertschöpfung in der Region halten, Energieersparnis durch kurze Wege zu erreichen und regionale Arbeitsplätze zu sichern.
  • Förderung des Qualitätsbewusstseins durch engen Kontakt zwischen Produzenten und Konsumenten
    Digitalisierung nutzen
  • Die Stadt sollte den Breitbandausbau in wirklich alle Stadtteile forcieren.
  • Die Wirtschaftsförderung sollte kleinere Unternehmen bei der Digitalisierung beraten und unterstützen.
Stadt mit Vorbildfunktion
  • Ein ökologisches Gebäudema­nage­ment für kommunale Einrichtungen spart Energie und Kosten. Die Stadt wird zum Vorbild für Unternehmen und Bürger.
  • Ein öffentliches Investitionsprogramm zur energetischen Gebäudesanierung sichert und schafft heimische Arbeitsplätze im Handwerk und verbessert die CO2 Bilanz der Stadt
  • Kommunale Baumaßnahmen werden gewerkeweise ausgeschrieben und vergeben, um regionale Handwerker gezielt zu fördern.

die weichen Standortfaktoren weiterzuentwickeln werden

Forchheim muss nun verstärkt in die Natur und die Kultur investieren, um auch in Zukunft mit seiner hohen Lebensqualität und seiner einmaligen Lage in der Metropolregion und am Rande der Fränkischen Schweiz werben zu können.

Kulturförderung
  • Eine gezielte Förderung des kulturellen Angebots in unserer Stadt rundet die grüne Wirtschaftsförderung ab. Forchheim präsentiert sich als weltoffenene, liebenswerte Stadt für Jung und Alt, für Zugezogene  oder Eingesessene, für Frauen und Männer …
  • Das Kolpinghaus muss zu einem echten Kulturzentrum, in dem aktive Bürger*innen ihren Schaffensdrang ausleben können. Gleichzeitig fördert die Stadt die freien Träger der Kulturarbeit (Vereine und Initiativen) noch besser als bisher.
  • Kultur wird zum Markenzeichen der Stadt.
Natur und Ökologie
  • Wir verstehen Naturschutz auch als Wirtschaftsinteresse verstanden, um langfristig attraktiv zu bleiben
  • Der Erhalt wertvoller Flächen in unmittelbarer Nähe zu den Wohngebieten sichert ökologische Rückzugsgebiete und Naherholungsräume für alle.
  • Wirkungsvolle Lärmschutzmaßnahmen sind notwendig, allem voran ein Tempolimit auf der A73, um die Gesundheitsbelastung vieler Wohngebiete zu verringern.

siehe auch:

Flyer

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