PM - Nominierungsversammlung

Hier ist die gesamte Pressemitteilung nachzulesen - also auch die Teile, die in der Presse leider weggelassen werden !

Die Forchheimer Grüne Liste (FGL) will aus der Stadtratswahl 2014 deutlich gestärkt hervorgehen. Das wurde bei der Nominierungsversammlung der FGL in den Reuther Hutstuben deutlich.

Die FGL als Zusammenschluss von grünen Parteimitgliedern und parteiunabhängigen Kandidatinnen und Kandidaten sieht sich als einzig wirklich oppositionelle Kraft im Stadtrat. Spitzenkandidatin Annette Prechtel  zeichnete in einer Grundsatzrede aber eine Vorstellung davon, wie Forchheim ökologischer, sozialer und demokratischer werden könnte.

Deutliche Kritik an den herrschenden politischen Verhältnissen übte Grünen-Ortsvorsitzender Edwin Mayer, der auf Platz 2 der Liste ins Rennen geht. Politik werde in Forchheim nach wie vor von einem engen Zirkel um OB Stumpf gemacht, die weite Teile des Stadtrats benutzten um ihre Vorstellungen abnicken zu lassen.

Bürgerbeteiligung werde in Forchheim leider nicht ernst genommen, bemängelte Mayer mit Blick auf das „undemokratische Vorgehen“ des OB unter anderem bei der Debatte um die Freifläche am Kennedyring. Ergebnis der langjährigen CSU-Herrschaft seien gigantische Flächenversiegelung und eine nicht tragfähige Innenstadtpolitik, so Mayer.  Auch die Kandidatinnen auf Platz 3 (Stadträtin Sabine Dittrich) und 5 (Stadträtin Edith Fießer) sehen im Flächenverbrauch eines der Hauptprobleme Forchheims. „Ich befürchte, dass diese Entwicklung jetzt auch im Norden kommt“, warnte Fießer.

 Wie die Zukunft Forchheims statt dessen aussehen könnte, skizzierte Annette Prechtel, indem sie statt des reinen Wirtschafts- und Flächenwachstums der Stadt ein „qualitatives Wachstum“ forderte. „Auch wir Menschen werden irgendwann nicht mehr länger, sondern wachsen innerlich“, so Prechtels Bild für die Stadtentwicklung. Verbesserungen wünscht sie sich deshalb unter anderem beim ÖPNV, insbesondere in Richtung Reuth und bei der Gestaltung der Plätze in der Innenstadt. Dagegen müßten die verbliebenen Hänge in Burk, Buckenhofen und Reuth aus ökologischen Gründen und als Naherholungsgebiet erhalten bleiben. Qualitatives Wachstum bedeute auch, mehr für soziale Gerechtigkeit, Teilhabe aller Menschen in der Stadt, besseren Lärmschutz und die Kultur  zu tun.

 Es gelte, „Verantwortung zu übernehmen für Schöpfung, nachkommende Generationen und die Lebensqualität“. Ausgerechnet in Sachen Heimat und Schöpfung versagte in Forchheim besonders die C-Partei. Dies zeige sich auch bei der Energiewende, so Emmerich Huber. Der Neu-Burker kandidiert auf Platz 6, will die erneuerbaren Energien schneller voranbringen und wendet sich gegen „das blöde Gequatsche, dass man die Erneuerbaren auf die Kosten reduziert“.

Deshalb, so Prechtel, gelte es, „die absolute Mehrheit der CSU zu brechen und diese Immer-weiter-so-Mentalität abzuwählen“. Erneut grenzten sich die Grünen damit auch von SPD und Freien Wählern ab. Die SPD mache nur im Wahlkampf auf Opposition, „danach ist sie handzahm“, so die Beobachtung von Stadtrat Gerhard Meixner, der als Finanzexperte seiner Fraktion auf Platz 4 kandidiert. Mit der Historikerin Carola Limley tritt auf Platz 9 ein früheres SPD-Mitglied für die FGL an. Soziales Denken vermisst auch Birgit Fechter (Platz 7), die die Entscheidung für die Siemens-Krippe in der Käsröthe kritisierte, weil hier ein finanziell potenter Konzern Anwohnern die Spielflächen wegnehme.

Dass die FGL mittlerweile breit in der Gesellschaft verankert ist, zeigen Bewerber wie der 21-jährige Linus Strom, der beim Musikverein Buckenhofen, im Jungen Theater und im Radsport aktiv ist und das evangelische Kirchenvorstandsmitglied Thomas Knust sowie Albert Fießer, Vorstandsmitglied des Reuther Männergesangsvereins. Dass die Liste bis zu den letzten Plätzen stark besetzt ist, zeigen Kandidaten wie die Buchhändlerin Heike Schade (21), der Internist und Gewerkschafter Dr. Rainer Kornalik (40) und Theatervorstand Wolfram Weltzer (36). Auch Grünen-Kreissprecherin Lisa Badum tritt auf Platz 29 an, sieht ihren Schwerpunkt allerdings im Kreistag.

Stadträte

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