Logo Sonnenblume
 Kreisverband

 

 

 

 

Worte eines jungen Europäers ...

... von unserem Grüne Jugend Mitglied Nicolai Prechtel

Wir stehen hier am Europaplatz unter Bäumen. Und ich finde, das passt perfekt. Denn wenn ich an Europa denke, vergleiche ich es gerne mit einem Baum. Aus einer ganz kleinen Idee ist ein gigantisches Projekt geworden, von dessen Früchten wir alle täglich, bewusst und unbewusst, profitieren. Kaum jemand in Europa kann sich noch die Schrecken des Krieges vorstellen, nach jahrzehntelangem Frieden. Werte wie Solidarität, Freiheit und Frieden ließen den Baum in der Gesellschaft Wurzeln schlagen, und in langer Arbeit gossen Politiker, aber auch viele Ehrenamtliche in harter Arbeit den Baum mit ihren Visionen. Die Menschen leisteten ihren Beitrag zur europäischen Idee und stellten klar, dass die Menschlichkeit nicht vor Landesgrenzen halt macht. Sie machten unseren Kontinent zu dem, der er heute ist.

 

Von allen Seiten kommen die rechts-Populisten, brauchen Brennstoff für ihre Propaganda-Öfen. Sie sägen an allen Ästen der Freiheit, wie zum Beispiel der Pressefreiheit, und spalten den ganzen Baum. Die Angst vor „den Anderen“, ist ihr Geschäft. Sie wollen zurück zu vielen Einzelstaaten und verklären eine „naturgegebene Ordnung“ von Nationen, die es nie gegeben hat und auch nie geben wird. In der nationalistischen Ideologie dieser Partei, die sich selbst als Alternative bezeichnet, hat ein europäischer Zusammenschluss über Nationen hinaus keinen Platz.

Doch die Grenzen und Nationen in Europa sind keineswegs naturgegeben, sie sind menschengemacht. Die europäische Union kann und muss mehr sein, als ein loser Verbund von Staaten, die zufällig auf einem Kontinent sind und nur den eigenen Vorteil kennen. Die EU ist ein großes, solidarisches Projekt gemeinsamer Politik, das noch lange nicht abgeschlossen ist. Menschen helfen sich in schweren Zeiten gegenseitig - warum um alles in der Welt sollte das vor Grenzen haltmachen? Solidarität und Frieden sind die höchsten Güter, die wir haben, und die lassen wir uns von niemandem wegnehmen, der behauptet, Europa sei der Schuldige an allen Problemen. Denn das ist einfach falsch!

Die nächste Wahl ist da so wichtig wie noch nie. Sie ist eine Richtungsentscheidung und wird bestimmen, ob wir in einem Europa der Einzelstaaten oder der Zusammenarbeit leben werden. Die Zusammenarbeit aber ist wichtiger denn je, denn globale Probleme, wie den Klimawandel oder soziale Ungerechtigkeit löst kein Staat allein. Wir müssen endlich den Mut haben, Europa als Ganzes zu denken und zum weltweiten Vorreiter bei der Lösung dieser Probleme zu machen.

Dazu sind wir heute hier, und dazu werden wir weiterhin hier sein. Wir sind bereit, zusammen, sozial, friedlich und solidarisch auf diesem Kontinent und auf dieser Welt zu leben. Ich hoffe, dass wir das immer bleiben werden, und der Baum Europa weiter wachsen wird.

Mein Appell  an alle, die bei der Europawahl eine Stimme haben. Denkt an die jungen Menschen, die zwar keine Stimme, aber eine Meinung haben. Auch wir wollen in Frieden leben und eine europäische Zukunft haben!

Tags: News