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Leserbrief

und, dass es eine solche im Forchheimer Stadtrat in absehbarer Zeit geben wird, ist ebenfalls höchst unwahrscheinlich. Somit kann es um eine Arbeit mit einer grünen Mehrheit, wie im Kommentar unterstellt, also nicht gehen. Die Herausforderung wäre somit, bei Sachthemen Mehrheiten zu finden: das kann spannend und fruchtbar sein, aber auch frustrierend und aussichtslos. Um hier Chancen konkret zu beurteilen: einen Blick in den gewählten Stadtrat und die Stadträte. Und da frage ich mich, welche Veranlassung umzuschwenken sollten diese haben, bei bisher recht stabilen Mehrheiten gegen grüne Themen?  Es gibt im Stadtrat wohl durchaus einige Sympathien für ein deutliches mehr an Energiewende, andere Wohn- und Bauformen, weniger Individualverkehr, auch gegen die Ostspange usw., aber in Summe und unter Fraktionskuratel, waren Abstimmungen in den zurückliegenden Legislaturperioden immer eindeutig. Und das für Sachthemen das Parteibuch abgelegt wird, dürfte in die Rubrik demokratischer Ideale eingeordnet und Wunschvorstellung sein. Ich fürchte, die aktuelle Stadtratsmehrheit hätte eine OB Dr. Annette Prechtel auflaufen lassen und vorführen können, und eine Mehrheit hätte es möglicherweise auch darauf angelegt. Da die erklärten Ziele der aktuellen Kandidaten, lt. Kommentar, sich nicht so deutlich voneinander unterscheiden, lässt sich diese Gefahr für die anderen Nicht-CSU-Kandidaten auch deutlich geringer einschätzen. Somit hätte aus meiner Sicht ein Scheitern der grünen OB Annette Prechtel, grünen Zielsetzungen jedenfalls mehr und nachhaltiger geschadet, als die jetzige sog. "Verweigerung". Oder ist es glaubwürdig, als grüne OB gewählt, aber grüne Inhalte nicht auch nur in Ansätzen umsetzten zu können? Bei kluger Oppositionsarbeit, und bei einer durchaus möglichen Renaissance der SPD, kann das bei den Wahlen in vier Jahren ganz anders aussehen.

Dr. Axel Schauder
Schlesierstrasse 26
D-91301 Forchheim

Tags: pressemitteilungen