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Pressemitteilung der FGL zur OB-Wahl

sei aber letztlich zum Schluss gekommen, dass sie im Falle ihrer Wahl die Mehrheitsbeschlüsse von CSU, Jungen Bürgern, FDP und FBF vollziehen müsse. „Dafür, mit Vollgas Wohnbebauung in ökologisch sensiblen oder schwer erschließbaren Gebieten umzusetzen, stehe ich nicht zu Verfügung“. Weitere „gravierende Punkte“ seien die Haushaltspolitik und die Blockadehaltung der Mehrheit zum Beispiel bei der Innenstadtentwicklung. Auch eine Politik mit wechselnden Mehrheiten sei schwer vorstellbar, „weil selbst Freie Wähler und SPD die Politik der CSU in weiten Teilen mittragen“.

„Das mag für viele Forchheimerinnen und Forchheimer enttäuschend sein, die sich eine grüne Kandidatur gewünscht haben“, so Prechtel. „Aber wenn ich mich für etwas mit voller Kraft engagiere, dann brauche ich auch die Aussicht auf einen entsprechenden Gestaltungsspielraum.“ Unter den aktuellen politischen Rahmenbedingungen sei das auch gegenüber ihrer Familie nicht zu rechtfertigen.

FGL-Sprecher Huber hält den Verzicht auch unter dem Gesichtspunkt der Glaubwürdigkeit für geboten. „Was nützt es uns, wenn wir eine grüne Oberbürgermeisterin haben und die alle ihre politischen Überzeugungen und Werte an der Garderobe des Rathauses abgeben muss?“ Das, so Huber, würde die Wählerinnen und Wähler langfristig noch mehr enttäuschen. Auch die Idee, einen anderen, weniger aussichtsreichen Kandidaten ins Rennen zu schicken, wie dies andere Parteien in Forchheim mitunter getan hätten, halten die Grünen nicht für sinnvoll.

 „Wir konzentrieren uns unter Wahlkampfgesichtspunkten weiter auf das Jahr 2020“, kündigt Huber an. „Dann werden OB und Stadtrat gemeinsam gewählt, und erst dann besteht die Chance auf einen echten Politikwechsel, wenn Forchheim ihn will“.

Vorerst keine Aussagen macht die FGL in Sachen Wahlempfehlung. „Wir sehen uns alle Kandidaten und ihre Programme an und entscheiden dann, ob wir einen von ihnen unterstützen können.“

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