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Gedanken zu Forchheims blühender Wirtschaft

Forchheim wächst nach allen Seiten, oder sollte man lieber von "wuchern" sprechen? Der wirtschaftliche  Erfolg lässt sich unserer Meinung nach nicht an der Zahl der Einpendler oder der Einwohnerzahl festmachen.

Und einen gelungenen Umweltschutz dadurch belegen zu wollen, dass Forchheims Flüsse nicht mehr rot oder blau von Färbemitteln sind, wie dies Herr Otzelberger tut, ist banal. Weberei und Färberei sind halt schlichtweg nicht mehr da! Statt der roten und blauen Flüsse gibt es heute z.B. eine enorme Lärmbelastung, die eher zu- als abnimmt.

Betrachtet man die reinen Zahlen aus dem Statistikatlas Bayern, ergibt sich für die wirtschaftliche Situation Forchheims ein anderes Bild als dies von Herrn Naumann und Herrn Otzelberger gezeichnet wurde.

Einige Fakten aus diesem Zahlenwerk.

Schuldenstand pro Kopf weit über dem Durchschnitt Bayerns

Von 1983 bis 2009 lag Forcheims Wert stets unter dem bayerischen Durchschnitt, teilweise betrug er nur die Hälfte.

Seit 2009 liegen wir in Forchheim weit über dem Durchschnitt. Auch wenn sich die Pro Kopf Verschuldung seit 2010 (40% über dem Bayerndurchschnitt) bis 2013 verringerte, liegt sie immer noch stolze 20% über dem Mittelwert aller bayerischen Kommunen.

Die Zahlen zeigen, dass die Einnahmeentwicklung die überbordenden Ausgaben (Ausgabenanstieg von 2008 bis 2013 lag bei ca 25%) nicht ausgleichen konnten.

So lagen die Gewerbesteuereinnahmen pro Kopf der Bevölkerung im Jahr 2013 immer noch deutlich unter dem Mittelwert für Bayern (Forchheim 301, Bayern 488).
Der Schnitt aller deutschen Städte mit vergleichbarer Einwohnerzahl liegt bei etwa 550 Euro pro Kopf. Dagegen stellen sich Forchheims 301 Euro pro Kopf in 2013 sehr bescheiden dar.

Allein mit diesen Zahlen lässt sich zeigen, dass die bisherige einseitige Förderung flächenfressender überregionaler Unternehmen noch keine durchschlagende Wirkung auf die Finanzkraft der Stadt zeigt. Die Steuereinnahmen bleiben hinter den Erwartungen zurück. Gleichzeitig führen Prestigeprojekte wie z.B. das Königsbad zu horrenden Ausgaben. Pro Jahr muss über eine Million (ohne Abschreibung) zugeschossen werden.

Mehr Details zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage durch die FGL finden Sie in Annette Prechtel - Haushaltsrede 2013 und Gerhard Meixner - Haushaltsrede 2014

Tags: Nachhaltig Wirtschaften