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 Kreisverband

 

 

 

 

Antrag zum Flächennutzungsplan

dies aus Sicht unserer Fraktion keinen Automatismus bedeuten darf, in diesem Zusammenhang neue Flächen der Bebauung preiszugeben und auf den Markt zu werfen. Die grünen Ränder machen Forchheim lebenswert. Die Obstgärten und Wiesen an den Hängen und das Regnitztal sind Naherholungsgebiete, die auch im Alltag schnell erreichbar sind. Und sie sind ökologisch wertvoll.

Wir weisen deshalb auf die Verantwortung des Stadtrates und der Stadtverwaltung hin, wertvolle Natur- und Naherholungsgebiete sowie städtische Grünflächen zu erhalten und zu schützen! Gleichzeitig lehnen wir die Erschließung von Flächen ab, die Schutzfunktionen wie etwa dem Hochwasserschutz dienen.

Die Fraktion GRÜNE/FGL steht nachdrücklich für ein qualitatives Wachstum der Stadt Forchheim, das Flächen im bisherigen Stadtgebiet für Wohnen und Gewerbe nutzt. Als Konsequenz beantragen wir:

 Die Verwaltung wird beauftragt,

  • den aktuellen Stand der bereits als Wohnbau-/Gewerbegebiete ausgewiesenen Flächen in den Gremien darzustellen
  • aufzuzeigen, welche dieser ausgewiesenen Flächen in welchem Planungs-/Realisierungsstadium sind und wie viele Baurechte bzw. Wohneinheiten in diesen Gebieten jeweils geschaffen werden können
  • darzustellen welche Hindernisse es ggf. in welchen Gebieten gibt und wie  diese beseitigt werden können

Die Verwaltung wird beauftragt, ggf. unter Einschaltung eines externen Büros, darzustellen, welche Möglichkeiten und Potentiale der Innenentwicklung es wo gibt unter den Gesichtspunkten

  • sozialverträgliche Nachverdichtung
  • Überarbeitung bestehender Bebauungspläne hinsichtlich Aufstockung der Gebäude bzw. Teilung großer Grundstücke
  • Nutzung bestehender Baulücken

Die Verwaltung wird beauftragt, mit der Umsetzung der bereits im bestehenden Flächennutzungsplan ausgewiesenen, großen Baugebiete Stampfäcker und Point (beide Kersbach) zu beginnen.

Die vorgenannten Punkte sind für uns die Voraussetzung für ein verantwortungsvolles Vorgehen und den nachhaltigen Umgang mit der Ressource Boden. Deshalb sind sie für uns auch unbedingt vor der Erstellung eines neuen Flächennutzungsplanes zu erarbeiten und dem Stadtrat darzustellen. Insbesondere die zügige Umsetzung der Baugebiete in Kersbach erscheint für uns vor dem Hintergrund der vielfach behaupteten hohen Nachfrage nach Bauland zwingend. Wir unterstützen diese Baugebiete in Kersbach ausdrücklich und vordringlich, selbst wenn die Stadt hier in den Lärmschutz investieren muss.

Die Gebiete sind von ihrer Lage und Anbindung an die vorhandene Infrastruktur sowie die gewerblichen Arbeitgeber in der Nähe optimal. Mit ihrer Größe von 14,7 ha (Stampfäcker) und 12 ha (Point) können sehr viele Baurechte in einem  vergleichsweise wenig ökologisch wertvollen Gebiet ausgewiesen werden.

Sollte die Realisierung dieser Gebiete weiterhin an einzelnen Grundstückeigentümern scheitern, muss eine abschnittsweise Umsetzung ohne die  betreffenden Grundstücke versucht bzw. nach anderen Lösungen zur Umsetzung gesucht werden.

Wir bitten darum, diesen Antrag in der kommenden Stadtratssitzung auf die Tagesordnung zu setzen und wie üblich in den zuständigen Ausschuss zu verweisen.

Vielen Dank und freundliche Grüße,

Tags: Natur bewahren, Anträge