„Die FGL-Stadtratsfraktion wird kritisch verfolgen inwieweit die CSU-Fraktion im Forchheimer Stadtrat ihren Worten in Bezug auf den Klimaschutz Taten folgen lässt.“ So kommentiert die grüne Fraktionsvorsitzende Annette Prechtel eine Pressemitteilung der CSU-Fraktion zu deren Beitritt zur neu gegründeten Klima-Allianz.

 Es sei schon viel, wenn die CSU-Fraktion laut eigener Pressemitteilung Wert lege auf „nachhaltigen Umweltschutz, einen sinnvollen Ausbau energetischer Sanierungs­maßnahmen und regenerative Energiesysteme“, so die FGL-Fraktion weiter. Allerdings habe die CSU-Stadtratsfraktion bei der jüngsten Stadtratsentscheidung zum Thema regenerative Energie bewusst gegen den Klimaschutz und für fossile Energie gestimmt. Der im Herbst 2016 im Stadtrat gefasste Beschluss, die sanierte Adalbert-Stifter-Schule künftig mit Hackschnitzelwärme aus dem nahen Biomassewerk im Forchheimer Norden zu versorgen, wurde auf Betreiben der CSU-Mehrheit im vergangenen Dezember gekippt und stattdessen eine Gasheizung beschlossen.

 „Dass sie vom Klimaschutz redet

und der Klima-Allianz beitritt, macht aus der CSU-Stadtratsfraktion sicher noch keine Klimaschützer“, fasst Grünen-Stadtrat Gerhard Meixner die Kritik der FGL-Fraktion zusammen. „Wir werden beobachten, ob das nicht nur als Deckmäntelchen missbraucht wird.“ Es komme darauf an, im 21. Jahrhundert und vor dem Hintergrund der aktuellen Klimaschutz-Abkommen sich endlich von fossilen Energieträgern zu verabschieden und bei Entscheidungen im Stadtrat auch entsprechend abzustimmen. In diesem Sinne hofft die FGL-Fraktion, dass nun auch die CSU-Fraktion erkannt habe, dass Klimaschutz vor Ort beginne und entsprechende Taten und Beschlüsse ihrer Fraktion in Forchheim folgen werden.