Mein persönliches Pendlerglück: Ein Blick ins Internet verheißt einen pünktlichen Regionalexpress von Forchheim nach Nürnberg um 7:47 Uhr - da heißt es schnell am Bahnhof zu sein, nicht dass ich noch nen pünktlichen Zug verpasse, weil ICH unpünktlich war (das hätte ich der DB nicht gegönnt!)

Doch weit gefehlt: rechtzeitig am Bahnhof angekommen (was nach Murphys Law schon für ne Verspätung spricht), zeigt die Informationstafel 10min Verspätung. Zur Abfahrtszeit verschwindet dann aber jegliche Information zum RE; stattdessen wird eine agilis-Bahn angekündigt. Da es weder Anzeige noch Lautsprecherdurchsagen gibt, wechsle ich den Bahnsteig zur bereitstehenden S1, nachdem ich mir durchgefroren die Beine in den Bauch stehen durfte. Sollen sie doch frieren und unwissend bleiben diese lästigen Beförderungsfälle!

Wie kommt man nun schneller nach Nürnberg? Mit der S-Bahn, oder dem "verschwundenen" Regionalexpress? Wieder einmal muß ich ob der nicht vorhandenen Information an der Tür zum Führerstand klopfen und den Lokführer der S1 fragen, ob er vor dem RE fahren darf - ja, darf er. Und macht er - pünktlich!

Auf halber Strecke dann eine Durchsage: "Verzögerung aufgrund Überholung..." Toll, jetzt überholt der "verschwundene" RE - allerdings nicht am Hauptbahnhof in Erlangen, sondern an der Paul-Gossen-Straße - nicht, dass einer der Beförderungsfälle noch auf die Idee gekommen wäre, in den schnelleren RE umzusteigen.... nein, das wäre zu weit gegangen. Hauptsache die Beförderungsfälle zahlen pünktlich Ihre Abos und subventionieren mit ihren Steuergeldern den maroden Staatsbetrieb, der sich gleichzeitig noch jegliche Konkurrenz vom Hals klagen kann (siehe gescheiterte Vergabe an National Express).